Das Kleiderschrankdilemma
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Das Kleiderschrankdilemma

Neulich klingelt bei mir das Telefon. Eine Mitarbeiterin einer Fernsehproduktion ist dran. Ob ich meine Expertenmeinung zum Wintersale abgeben könnte, fragt sie mich. Ich lasse sie in Ruhe aussprechen, bevor ich bestimmt, aber dennoch höflich antworte. Nein, ich will keine Tipps zum Kauf weiterer Dinge geben, die Platz in unseren Schränken einfordern. Haben wir nicht genug von allem? Genug Fehlkäufe und Schrankleichen?

Minimalismus im Kleiderschrank_weniger ist mehr_golden cage

Wenn ich etwas wirklich möchte und brauche, dann zahle ich auch den vollen Preis dafür. Das gibt den Dingen meiner Meinung nach mehr Wert und ich behandle sie dementsprechend.

Da hat mich die Redakteurin auf dem falschen Fuß erwischt. Mir tut das gar nicht leid. Irgendwann musste auch bei mir die Einsicht kommen, das mich all die Kleidung, die ich anhäufe nicht zufriedener macht. Das Kaufen nur eine Kompensation ist, um einen kurzen Moment von Glück zu spüren, der jedoch schnell wieder verfliegt. Jetzt weiß ich, das ich meine Moneten lieber in eine Yogastunde oder einen Trip nach Californien investiere. Das macht mich glücklich und zufrieden.

Collect moments not things!

Minimalismus im Kleiderschrank_weniger ist mehr_golden cage_2

Mein Kleiderschrank jedoch macht mich einfach nur fertig. Am liebsten würde ich die Türen zu lassen. Ich habe nicht mehr Kleiderberge als früher. Aber allein, ohne Kind und Mann, war da mehr Zeit, um stundenlang neue Outfits zu probieren. Jetzt muss es einfach schnell gehen im eng gesteckten Timetable einer Familienmanagerin. Deshalb greife ich oft zu den altbewährten Teilen und vieles ist überflüssig.

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Die Lösung meines Dilemmas suche ich bereits seit einiger Zeit auf diversen Blogs und in Büchern zum Thema „Kleiderschrankminimalismus“. Nicht ganz neu, aber eine schwierige Aufgabe besonders für mich. Liebe ich doch die Vielfalt der Mode und das Rollenspiel. Mal Hippiemädchen, Sporty Spice, Seventiesgirl. Um nur einige meiner liebsten Styles zu nennen. Eine sogenannte „Capsule Warderobe“ mit wenigen Teilen stelle ich mir da sehr kompliziert und freudlos vor…

Aber ich arbeite dran und werde hier berichten!

Minimalismus im Kleiderschrank_weniger ist mehr_golden cage_4

Happy sunday!

Singnature_Eure_koko♥♥♥

 

P.S. Einige meiner Kleidungsstücke findet ihr auf meinem Kleiderkreiselaccount oder auch bei Mädchenflohmarkt. Ich will euch ja nicht zum Anhäufen anstiften, ne 😉 Bitte kauft nur das, was ihr wirklich braucht.

5 comments

  1. avatar
    Eava

    Das kenne ich nur zu gut, ich miste gefühl jedes halbe Jahr aus, weil mein Schrank immer voller wird! Und trotzdem wird es irgendwie nicht weniger. Ich möchte nun aber auch meinen Kleiderschrank „nochmals“ minimieren, da ich viele Teile nicht wirklich oft trage, man greift ja doch immer zu den Lieblingsteilen.

  2. avatar
    Nicole

    Hi! Schöner Blog, bin tatsächlich erst letzte Woche via Kleiderkreisel hierhin gestolpert. Ja, „collect moments not things“, das höre ich immer wieder, sagt doch auch Bea Johnson (zero waste blog). Hört sich gut an hier – gehe auch diesen Weg, gerade die Tage zum ersten Mal viel zu schöne Socken gestopft, geht alles, einfach anfangen und machen!

  3. avatar
    Koko

    Hallo liebe Nicole, ich danke Dir♥Willkommen hier auf golden cage. Beim „zero waste blog“ werde ich gleich mal vorbeischauen 😉
    Liebe Grüße♥, Koko

  4. avatar
    Laura

    Ich bin sehr gespannt auf deine Einsichten! Und was deine Meinung zu Kleiderschrank und Shopping angeht, kann ich nur sagen: Amen! Sehe ich ganz genau so.

  5. Pingback: Bin ich shoppingsüchtig? | golden cage

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